Ärzte Zeitung, 10.02.2017
 

Öffentlicher Dienst

Streiks an Unikliniken in NRW

HAMBURG/DÜSSELDORF. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder haben sich erneut Tausende Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Unter anderem legten am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen Mitarbeiter der Unikliniken Essen, Köln und Düsseldorf die Arbeit nieder. Ein Verdi-Sprecher sagte, die Notfallversorgung sei aber gesichert.

In Hamburg versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 3000 Menschen, um ihrer Forderung unter anderem nach sechs Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Bestreikt wurden dort Schulen und Hochschulen, aber auch Bezirksämter und Behörden.

Besonders empört zeigten sich die Streikenden darüber, dass die Arbeitgeber – die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) – trotz bereits zweier Verhandlungsrunden immer noch kein Angebot vorgelegt hätten.

Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist vom 16. bis 18. Februar wieder in Potsdam vorgesehen. Am Mittag war eine Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag geplant, bei der Verdi-Chef Frank Bsirske und der Verhandlungsführer des Deutschen Beamtenbundes, Willi Russ, sprechen sollten.

Verdi erwartete rund 6000 Teilnehmer. In Hannover forderten rund 2700 Beschäftigte aus Niedersachsen und Bremen eine bessere Bezahlung und beteiligten sich an einem Protestzug. Vor allem Mitarbeiter aus Autobahnmeistereien und Sozialzentren waren zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »