Ärzte Zeitung, 30.03.2012

KVNo: Vorsicht bei Arzneien, wenn die Nachzulassung fehlt

KVNo: Vorsicht bei Arzneien, wenn die Nachzulassung fehlt

KÖLN (iss). Die KV Nordrhein (KVNo) empfiehlt ihren Mitgliedern, keine fiktiv zugelassenen Arzneimittel mehr zu verordnen.

Sie hat im Internet unter www.kvno.de eine Liste veröffentlicht, in der Ärzte sehen können, welche schon lange im Markt befindlichen Fertigarzneimittel nicht die erforderliche Nachzulassung haben. Für diese Arzneimittel gibt es keine Erstattungspflicht der Kassen.

Gleichzeitig verhandelt die KV mit den Kassen darüber, bei diesen Präparaten auf Regressanträge zu verzichten. Das Argument der KV: Weder in der Arztsoftware noch in der Apotheke ist der Zulassungsstatus hinterlegt.

Die AOK Rheinland/Hamburg hat zugesagt, dass sie bis 30. Juni keinen Antrag stellen wird. "Die Zulassungsbehörden müssen Klarheit schaffen, welche Präparate zugelassen sind und welche nicht", fordert KV-Chef Dr. Peter Potthoff.

Unklarheiten dürften nicht auf dem Rücken der Ärzte ausgetragen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »