Ärzte Zeitung, 06.08.2014

Hessen

Arznei-"Kontoauszug" für TK-Versicherte

FRANKFURT/MAIN. Fast jeder siebte Hesse über 65 hat nach Angaben der Techniker Kasse im vergangenen Jahr mindestens ein Arzneimittel verschrieben bekommen, das auf der 83 Wirkstoffe umfassenden "Priscus Liste" steht.

Diese Medikamente gelten als potenziell ungeeignet für Senioren und sollten nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden -  weil ihre Einnahme etwa mit einem erhöhten Sturzrisiko einhergehen kann. Die Kasse bietet ihren Versicherten daher eine Art "Kontoauszug" für Arzneimittel an.

Diese Versicherteninformation Arzneimittel (TK ViA) liste alle verordneten Medikamente der vergangenen zwei Jahre auf und weise auf Präparate aus der "Priscus Liste" hin, heißt es.

Die TK weist darauf hin, dass Patienten ein Präparat aus der "Priscus Liste" keinesfalls eigenmächtig absetzen, sondern die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen sollten. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »