Ärzte Zeitung, 28.04.2015

Arznei-Behörde

Verbrauch von Methylphenidat ist gesunken

BONN. Der Verbrauch von Methylphenidat ist in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 um fünf Prozent gesunken, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitgeteilt. Danach haben Apotheken in Form von Fertigarzneimitteln im Vorjahr 1716 Kilogramm erworben.

Der Höchststand hatte im Jahr 2012 bei 1839 Kilogramm gelegen. Die Trendwende begann 2013, als der Verbrauch erstmals nach 20 Jahren gesunken ist. Zuvor hatte sich der Verbrauch seit 2002 verdreifacht.

Vor sechs Jahren sind die Anwendungsbedingungen des Medikaments strenger gefasst worden. Seitdem dürfen Arzneimittel zur Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen nur von Spezialisten für Verhaltensstörungen verordnet werden.

BfArM-Präsident Professor Karl Broich sagte, die Zahlen machten deutlich, dass man mit den geänderten Anwendungsbedingungen "auf dem richtigen Weg" ist. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »

Carvedilol für alte Diabetiker? Besser nicht!

Erhalten pflegebedürftige Diabetiker nach Herzinfarkt einen "diabetikerfreundlichen" Betablocker, sinkt zwar die Gefahr von Hyperglykämien. Ins Krankenhaus müssen sie trotzdem häufiger. mehr »