Ärzte Zeitung, 21.09.2016
 

IMS Health

2,3 Milliarden Euro Entlastung für die Kassen

Die Hersteller-Abschläge zugunsten der Kassen sind seit Januar um 17 Prozent gewachsen.

FRANKFURT/MAIN. Der Umsatz der Apotheken hat sich im Juli um drei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro verringert. Das meldet das Beratungsunternehmen IMS Health unter Verweis auf die Vorjahreszahlen. Der Absatz in Packungen ist im Juli mit 128 Millionen sogar um vier Prozent rückläufig gewesen. Berücksichtigt werden muss dabei, dass der Juli 2015 zwei Arbeitstage mehr aufwies.

Noch stärker fällt im Juli der Umsatzrückgang mit vier Prozent bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln aus. Bei rezeptfreien Präparaten verzeichnet IMS Health ein Minus von einem Prozent. 64 Millionen Packungen im Wert von 387 Millionen Euro gingen in diesem Monat über den Verkaufstisch.

Seit Jahresbeginn wird für den Apothekenmarkt über alle Segmente hinweg ein Wachstum von zwei Prozent registriert, der Absatz stagniere hingegen, heißt es. Ganz anders im OTC-Versandhandel: Seit Jahresbeginn legte dieser in allen Produktbereichen um 15 Prozent auf 898 Millionen Euro Umsatz zu. Größtes Umsatzsegment dabei sind mit 54 Prozent OTC-Arzneimittel.

Mit 2,3 Milliarden Euro deutlich gestiegen sind in den ersten sieben Monaten die Einsparungen der gesetzlichen Krankenkassen durch Herstellerabschläge und Apothekennachlässe. Allein die Abschläge der Pharmahersteller wuchsen um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. 250 Millionen Euro betragen die Nachlässe zugunsten der Privaten Krankenversicherung, ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Obolus der Apotheken legt um ein Prozent auf 665 Millionen Euro zu. (fst)

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