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Kommentar zu Antibiotika-Resistenzen

Die Botschaft ist angekommen

Zum Jubeln ist es sicherlich noch zu früh. Im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen gibt es erste Erfolge: deutlich weniger Verordnungen!

Von Wolfgang  van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist eine gute Nachricht: Die Zahl der ambulanten Verordnungen systemischer Antibiotika ist in allen Altersgruppen und in allen Regionen Deutschlands in den vergangenen Jahren signifikant zurückgegangen! Das berichtet das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung und bestätigt damit einen Trend mit aktuellen Zahlen. Über alle Altersgruppen hinweg verzeichnete das Institut von 2010 bis 2018 einen Rückgang von 21 Prozent, besonders stark bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen – zwischen 41 und 49 Prozent.

Über die Gründe kann man spekulieren. Dazu beigetragen hat sicherlich die breite öffentliche Diskussion über das Thema Antibiotika-Resistenzen, die eben nicht nur bei Ärzten, sondern auch in der Bevölkerung verfangen hat. Nicht selten haben Ärzte dem Drängen ihrer Patienten nach Verordnung eines Antibiotikums bei Erkältungen nachgegeben, räumte selbst die KBV einmal ein. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Thema seit Jahren von den Ressortchefs für Gesundheit und Forschung vorangetrieben wird – auch international.

Und hier gibt es viel zu tun, wie Zahlen des European Surveillance of Antimicrobial Consumption Network 2018 gezeigt haben. In einigen Ländern waren die Verordnungen doppelt so hoch wie in Deutschland.

Lesen Sie dazu auch: Zi-Analyse: Ärzte halten sich mit Antibiotika zurück

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