Ärzte Zeitung online, 02.11.2016

Klinik-Schließungen

Gassen kritisiert Leopoldina-Vorschlag als zu radikal

Rund 300 Kliniken reichen in Deutschland, meinte kürzlich die Nationale Akademie der Wissenschaften.  Kopfschütteln bei KBV-Chef-Gassen: Er fordert eine Diskussion "mit Augenmaß" – und macht einen Vorschlag.

Gassen kritisiert Leopoldina-Vorschlag als zu radikal

Fordert in der Diskussion um Klinik-Schließungen Augenmaß: KBV-Chef Dr. Andreas Gassen.

© Alex Kraus

BERLIN. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, widerspricht dem Vorschlag der Forschervereinigung Leopoldina, zur Kostensenkung im Gesundheitssystem vier von fünf Kliniken dichtzumachen. Die Pläne seien zu radikal, betonte der KBV-Vorsitzende am Mittwoch in Berlin.

Stattdessen plädiert Gassen dafür, dass KBV und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gemeinsam eine Lösung finden. Denn wie Gesundheitsversorgung geht, wüssten Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser am besten.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) kam in einem Thesenpapier zu dem Schluss, die meisten Krankenhäuser in Deutschland seien überflüssig. Durch Spezialisierung ließe sich die Zahl der Klinik drastisch reduzieren. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »