Sachsen

In der Provinz ist Land unter bei Hausärzten

Zahlen des Landesausschusses für Sachsen: Versorgung ist in Ballungsräumen o.k., auf dem Land ist es eng.

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DRESDEN. Die Versorgung mit Ärzten in Sachsen ist je nach Region und Fachrichtung sehr unterschiedlich. Das ergibt sich aus der aktuellen Anordnung des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen zu Zulassungsbeschränkungen, die seit Februar gültig ist.

Während für manche Arztgruppen in bestimmten Gegenden des Freistaats Überversorgung festgestellt wurde, herrscht in anderen Gebieten bei den gleichen oder auch anderen Fachrichtungen ein Ärztemangel. Eine Überversorgung wird dann angenommen, wenn der als "bedarfsgerecht" angesehene Versorgungsgrad um zehn Prozent überschritten wird. In diesen Fällen erlässt der Landesausschuss einen Zulassungsstopp.

Bei Hausärzten werden der Landkreis Leipzig sowie die Regionen Delitzsch und Eilenburg als überversorgt eingeschätzt, bei den Frauenärzten ganz Sachsen mit Ausnahme der Stadt Leipzig. Für die HNO-Ärzte wird nur der Weißeritzkreis als nicht überversorgt eingestuft, bei den Kinderärzten ist es einzig die Region Freiberg.

 Für Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Urologen, Internisten, Anästhesisten und Humangenetiker gilt ganz Sachsen als überversorgt, bei Laborärzten, Neurochirurgen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Transfusionsmedizinern und Rehabilitationsmedizinern ist dies ebenfalls so.

Unterversorgt ist der komplette Freistaat mit Nuklearmedizinern, bei den Hautärzten sind es die Regionen Mittweida, Löbau-Zittau und der Mittlere Erzgebirgskreis. Eine Stelle für Chirurgen ist im Leipziger Land zu vergeben, das als unterversorgt gilt: Der Rest Sachsens zählt als überversorgt.

Augenärzte haben in den Ge-bieten Döbeln, Mittweida, Annaberg, Plauen, Aue-Schwarzenberg, dem Mittleren Erzgebirgskreis und in Leipzig Chancen, wo jeweils noch Zulassungen möglich sind. Bei den Hausärzten ist der Mangel vor allem im Süden und Osten Sachsens sowie in der Region Torgau eklatant.

Während in Leipzig und Dresden, die jeweils mehr als 500.000 Einwohner haben, nur drei und 2,5 Stellen frei sind, werden in Chemnitz, wo nur 240.000 Menschen leben, 17 Hausärzte gesucht. In Zwickau sind 16,5 Stellen unbesetzt, in Stollberg 15,5 und in Freiberg 13,5. (sve)

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