Ärzte Zeitung, 29.09.2008

GBA: Enterale Ernährung nicht als Kassenleistung!

BERLIN (fst). Die geplante Neuregelung der enteralen Ernährung stößt beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) auf harsche Kritik.

GBA-Chef Dr. Rainer Hess warnt in einem Schreiben an den Gesundheitsausschuss des Bundestags vor der "ungleichen Bevorzugung diätetischer Lebensmitteln gegenüber Arzneimitteln und Medizinprodukten". Bislang müssen Kassen für Ernährungsmittel grundsätzlich nicht zahlen.

Ausnahmen davon sind vier Produktgruppen diätetischer Lebensmittel, die in Paragraf 31 SGB V geregelt sind. Der Bundestag plant im GKV-Weiterentwicklungs-Gesetz (GKV-Org), diesen Ausnahmecharakter für Ernährungsmittel abzuschaffen. Jeder Versuch des GBA, den Anspruch auf bilanzierte Diäten einschränken, wäre dann "zum Scheitern verurteilt", warnt Hess.

Im Fokus einer Anhörung im Gesundheitsausschuss stand vergangene Woche außerdem die geplante Neuregelung, die Ärzteverbänden bei Hausarztverträgen einen Vorrang vor anderen Vertragspartnern einräumen soll.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »