Ärzte Zeitung, 03.12.2009

Neue Zugangswege für Medizinstudium in Brandenburg

POTSDAM/COTTBUS (ami). Ärztekammer, KV und Landeskrankenhausgesellschaft in Brandenburg fordern dringend neue Regeln für den Zugang zum Medizinstudium.

Die neue Brandenburgische Landesregierung müsse sich dafür einsetzen, dass die Zugangsbedingungen zum Medizinstudium geprüft und verbessert werden, heißt es in einer Erklärung der drei Institutionen. Es dürfe nicht sein, dass allein die Note auf dem Abiturzeugnis ausschlaggebend für einen Studienplatz sei. "Außer guten Zensuren spielt auch die soziale Kompetenz des Bewerbers eine wichtige Rolle. Dieser wird bislang viel zu wenig Bedeutung beigemessen", sagt Kammerpräsident Dr. Udo Wolter.

Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Dr. Jens-Uwe Schreck weist darauf hin, dass auch die Zahl der Plätze für das Medizinstudium erhöht werden muss, damit junge Ärzte für ein Flächenland wie Brandenburg gewonnen werden können. Dort sieht auch KVBB-Chef Dr. Hans-Joachim Helming Handlungsbedarf: Trotz erfolgreicher finanzieller Förderung, Öffentlichkeitsarbeit und einer Praxisbörse habe Brandenburg immer noch die geringste Vertragsarztdichte in Deutschland, sagte er.

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