Ärzte Zeitung, 16.12.2009

Lebensqualität ist für junge Mediziner bei Jobwahl wichtig

BAD NAUHEIM (ine). Vielseitige Tätigkeit, gute Weiter- und Fortbildungsangebote sowie die Einhaltung der Arbeitszeiten ohne Überstunden und eine hohe Lebensqualität - diese Kriterien spielen bei angehenden Medizinern bei der Wahl ihres künftigen Arbeitgebers eine große Rolle.

Die Hessische Landesärztekammer hat im September zusammen mit dem Landesprüfungs- und Untersuchungsamt knapp 600 Medizinstudenten, die gerade ihre zweite ärztliche Prüfung absolviert hatten, nach ihren Berufsplänen und Erfahrungen im Studium befragt. 49 Prozent haben den Fragebogen an die Landesärztekammer zurückgeschickt, davon waren 63 Prozent Frauen. Die Befragten waren im Schnitt 28,3 Jahre alt, für ihr Studium haben sie zwölf bis 13 Semester gebraucht. Begonnen haben sie das Medizinstudium vor allem aus wissenschaftlich-medizinischem Interesse.

"Gute Karrierechancen und Einkommenserwartungen spielten für die Wahl des Studienfachs nur eine untergeordnete Rolle", so Kammermitarbeiter Dr. Roland Kaiser bei der Vorstellung der Ergebnisse auf einem Symposium in Bad Nauheim. Gesuchte Fachgebiete für die Weiterbildung sind Innere Medizin, Anästhesie, Orthopädie, Kinderheilkunde, Chirurgie und Allgemeinmedizin. "Kinderheilkunde und Gynäkologie sind vor allem bei Frauen als Berufsziel beliebt", berichtete Kaiser.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Sport nach Infarkt kann Leben retten

Wer nach einem Herzinfarkt sportlich aktiv wird oder bleibt, sorgt dafür, dass seine Überlebenschance sich deutlich erhöht, so eine Studie frisch von der EuroPrevent 2018. mehr »

TK-Versicherte erhalten E-Akte

Die Techniker Krankenkasse hat mit TK-Safe ihre bundesweite elektronische Gesundheitsakte vorgestellt. Patientenschützer und die Verbraucherzentralen pochen auf hohe einheitliche Standards. mehr »

Diese Keime machen Kliniken zu schaffen

Klinikpatienten haben einer Umfrage zufolge die größte Sorge, mit einem multiresistenten Keim infiziert zu werden. Häufig eine mediale Dramatisierung, findet ein Hygieneexperte. Einige Erreger bereiten aber Kopfzerbrechen. mehr »