Ärzte Zeitung, 17.12.2009

"Driving Doctors" gegen den Versorgungsmangel

BERLIN (hom). Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten der Berliner Ärztekammer, Dr. Ellis Huber, sollten Haus- und Fachärzte künftig verstärkt zu ihren Patienten kommen statt umgekehrt. Um Versorgungsengpässe insbesondere in ländlichen Regionen zu beheben, brauche es mehr sogenannte "Driving Doctors", sagte Huber diese Woche in Berlin.

Die Haus- und erst recht die Facharztpraxis auf dem Land passten nicht mehr zur Lebensplanung junger Mediziner, so Huber. "Notwendig ist daher eine neue Organisationsstruktur für die ärztliche Versorgung ländlicher Regionen, von der Uckermark über den Bayerischen Wald bis zur Schwäbischen Alb: "Der Arzt kommt mit dem Auto zum Haus des Patienten."

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[17.12.2009, 22:36:16]
Rüdiger Saßmannshausen 
Ehrenamtlicher Service
Ellis Huber schlägt etwas vor, was er selbst nicht erfüllen könnte. Zur Behebung aller Zweifel: Ich arbeite in einer ländlichen und strukturschwachen Region (Straßenzustände mittlerweile wie in der ehemaligen DDR) und das auch noch gerne, jedoch in keiner Weise angemessen honoriert! Was sollen wir denn noch alles schultern und das gleichzeitig in der ständigen Sorge, wie wir unsere Praxis auf Dauer finanzieren können. Es ist immer leicht, von anderen etwas zu fordern, aber was will Herr Huber uns dafür geben? Ein Drittel meiner Regelleistungen erbringe ich doch jetzt schon ehrenamtlich!

Rüdiger Saßmannshausen
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