Ärzte Zeitung, 27.10.2010

Scheidungen der Eltern setzen Kindern immer öfter zu

BAD ORB (ras). Trotz sinkender Kinderzahl in Deutschland steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen und Kliniken behandelt werden müssen.

Darauf hat Professor Andreas Warnke, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Würzburg, beim Herbstkongress der Pädiater in Bad Orb hingewiesen. Warnke führt diese Entwicklung vor allem darauf zurück, dass immer mehr Kinder in Krisensituationen nicht die entsprechende Unterstützung erhalten. Dies treffe vor allem für Scheidungskinder zu. Deren Anteil ist bundesweit seit 1991 um 60 Prozent gestiegen.

Scheidungen lösten bei Kindern oft ein psychisches Trauma aus, da sie dabei nicht mehr auf die für sie so zentralen familiären Bindungen vertrauen könnten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »