Ärzte Zeitung, 16.12.2010

Teilnahmequote beim Screening liegt bei 52 Prozent

KÖLN (iss). Die KV Nordrhein (KVNo) zieht eine positive Bilanz des Mammographie-Screenings, das vor fünf Jahren in Nordrhein angelaufen ist. Bei 7021 Frauen haben die teilnehmenden Radiologen bislang ein Karzinom entdeckt.

Ingesamt haben sie in den vergangenen fünf Jahren 932 522 Frauen untersucht, knapp 50 000 bestellten sie zur Abklärung wieder ein. Die Teilnahmequote am Screening liegt im Rheinland bei 52 Prozent. Das sei deutlich mehr als bei anderen Krebsvorsorgeuntersuchungen, so die KVNo. Bundesweit beträgt die Teilnahmerate am Screening zur Zeit 54 Prozent.

In den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf sind insgesamt zehn Screening-Einheiten mit 35 Praxis-Standorten für die Krebsfrüherkennung zuständig. Auf dem Land sind zudem acht Mammamobile im Einsatz. "Das Mammographie-Screening ist eine hervorragende Methode der Früherkennung. Das belegen die Qualitätsindikatoren", sagt KVNo-Vorstand Dr. Peter Potthoff.

Der Frauenarzt verweist auf die Quote der Wiedereinbestellungen zur weiteren Abklärung eines auffälligen Befundes. Sie liegt mit 5,3 Prozent in dem von den europäischen Leitlinien vorgesehenen Referenzbereich von bis zu sieben Prozent aller Mammographien.

Nach Angaben der KVNo erfüllt das Früherkennungsprogramm eine weitere Vorgabe der Leitlinien: "Bei einer möglichst geringen Belastung der Frauen durch ergänzende Untersuchungen entdecken die Ärzte bei sieben bis acht von 1000 untersuchten Frauen einen Tumor in der Brust."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

Nach dem knappen Abstimmungsergebnis pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Sonderparteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. Die KBV reagiert skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »