Ärzte Zeitung, 05.06.2011

5000 Euro Einstiegsgehalt für Assistenzärzte?

HANNOVER (cben). Der Niedersächsische Hartmannbund hat 5 000 Euro als Einstiegsgehalt für Assistenzärzte gefordert.

Niedersachsens HB-Chef Bernd Lücke sagte: "Wir bilden im Jahr bundesweit circa 10 000 Medizinstudenten aus, davon werden allerdings nur circa 6 000 dauerhaft als Arzt beziehungsweise Ärztin in den Krankenhäusern und in der ambulanten Versorgung tätig." Der Rest wechsle in andere Berufsfelder wie Industrie, Verwaltung oder Personalberatung.

"Hier nimmt der kommende Ärztemangel seinen Anfang", so Lücke. Grund für die Abwanderung seine die sinkenden Gehälter von Assistenzärztinnen und -ärzten. Seit 1985 seine sie von etwa 5000 Euro pro Monat auf aktuelle rund 2500 Euro pro Monat (bereinigte Kaufkraftparitäten nach Abzug Sozialabgaben) gesunken.

Bei einer 50- bis 65-Stunden-Woche im Krankenhaus suchten sich viele Kolleginnen und Kollegen einfach Berufsfelder wie in der Pharmazeutischen Industrie, in denen das Anfangsgehalt bei circa 5000 Euro pro Monat liege, also auf demselben Niveau wie 1985, hieß es.

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