Ärzte Zeitung, 19.06.2011

Kassen für GOZ-Novelle auf niedrigerem Niveau

BERLIN (dpa). Die geplante Novelle der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), die nominal ein sechsprozentiges Plus für die Zahnärzte vorsieht, stößt auf Kritik bei den Krankenkassen.

Als "optimistisch knapp geschätzt" kritisiert zum Beispiel Johann-Magnus von Stackelberg, Vizechef des Verbands der gesetzlichen Krankenkassen, das Vorhaben. "Die geplante Erhöhung für Leistungen, die von GKV-Versicherten oft nachgefragt werden, muss deutlich niedriger ausfallen. Das Argument der Zahnärzte, sie hätten hier einen Nachholbedarf, kann ich nicht gelten lassen."

Denn bei der Gebührenordnung handelt es sich nicht um eine fixe Preisliste. Der Zahnarzt kann selbst entscheiden, welchen Steigerungssatz er für Leistungen benutzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass viele das obere Spektrum ausreizen.

Und genau davon haben die Zahnärzte hervorragend profitiert. Sollten wir mit der Forderung kein Gehör finden, müssen die Krankenkassen wenigstens direkt mit den Zahnärzten eine Begrenzung dieser Steigerung aushandeln dürfen", so Stackelberg.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

17:00Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »

Keuchhusten - längst keine Kinderkrankheit mehr

An Pertussis erkranken in Deutschland vor allem Erwachsene. Sie stellen eine Gefahr für Säuglinge dar. Wir zeigen, wie viele Erkrankte es seit 2001 gab und wie alt sie waren. mehr »

So lässt sich Glutensensitivität erkennen

Immer mehr Menschen vermuten, dass sie Gluten nicht vertragen. Ein Experte gibt Tipps, wie sich in der Praxis klären lässt, ob tatsächlich eine Glutensensitivität vorliegt. mehr »