Ärzte Zeitung, 28.09.2011

KBV will Kosten bürokratischer Umtriebe messen

BERLIN (chb). Zeitfressende bürokratische Vorgaben einzudämmen, das hat sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt.

Ein Schritt in diese Richtung will die KBV nun mit dem Handbuch zur Bürokratiemessung gehen. Das Handbuch soll helfen, die Informationspflichten der niedergelassenen Ärzte in einem erträglichen Rahmen zu halten.

Viele Ärzte halten die KBV für die Verursacherin bürokratisch kaum Herr zu werdender Umtriebe. Diese hat allerdings selbst den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) als Verursacherin allen Übels ausgemacht.

Das neue Handbuch soll nun zeigen, "wie viel Aufwand an Zeit beziehungsweise Geld Ärzten durch Bürokratie entsteht". Grundlage der Berechnung ist nach KBV-Angaben das sogenannte Standard-Kosten-Modell.

Dieses soll die "Grundlage für eine systematische Betrachtung der Beschlüsse, Vereinbarungen, Satzungen und Regeln in der vertragsärztlichen Versorgung bilden".

"Der GBA ist maßgeblicher Verursacher von Bürokratiekosten. Die KBV setzt sich dafür ein, dass der GBA selbst plausible Folgenabschätzungen für seine Richtlinien vorlegt", so KBV-Chef Dr. Andreas Köhler.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19081)
Organisationen
KBV (7089)
Personen
Andreas Köhler (1256)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »