Ärzte Zeitung, 10.05.2012

Neuer HVM für Baden-Württembergs Ärzte

Ruhe an der Honorarfront und Planungssicherheit für Ärzte im Südwesten - das soll der neue Honorarverteilungsmaßstab in Baden-Württemberg bringen. Er lässt aber auch ein wenig Handlungsspielraum.

Neuer HVM für Baden-Württembergs Ärzte

STUTTGART (vdb). Mit großer Mehrheit hat die Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg ihren neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) beschlossen. Er tritt am 1. Juli 2012 in Kraft.

Dabei hat der Vorstand Wort gehalten und alle bereits im Februar getroffenen Vereinbarungen bezüglich größtmöglicher Kalkulationssicherheit und Leistungsbegrenzungen eingehalten.

Fakt ist aber auch, dass die Handlungsspielräume innerhalb der Honorarverteilung nur gering bleiben. Konkret bedeutet das, dass die Honorartöpfe für die einzelnen Fachgruppen auf der Honorargrundlage von 2011 festgeschrieben werden.

Von etwaigen Mengenausweitungen innerhalb der Fachgruppen bleiben andere Fachgruppen unberührt. Darüber hinaus sieht der HVM auch keine Umverteilung innerhalb der Fachgruppe vor.

Hausbesuche werden wieder innerhalb des RLV vergütet

Neu ist, dass mit Inkrafttreten des HVM Hausbesuche wieder innerhalb des RLV vergütet werden, bestätigte KV-Sprecher Kai Sonntag im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Zwei weitere Mengen begrenzende Maßnahmen sollen zur Stabilisierung der Honorarflüsse beitragen: Dabei geht es zum einen um Zuschläge für Berufsausübungsgemeinschaften.

Hier werde die Wirkung von maximal 40 auf 20 Prozent zurückgefahren - "ein Zugeständnis", so Sonntag. Die Regelung gilt ab 1. Juli.

Zum anderen wird es ab dem dritten Quartal 2013 eine Fallzahlbegrenzungsregelung geben.

Die Gesamtvergütung in Baden-Württemberg stieg 2011 um etwa vier Prozent, bundesweit nahm sie um 1,25 Prozent zu, sagte Geschäftsführerin Susanne Lilie.

KV-Chef Dr. Norbert Metke lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit den KV-Fachausschüssen und den Berufsverbänden vor der HVM-Entscheidung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »