Ärzte Zeitung, 30.10.2012

Hamburger Ärzte

Protestkampagne im Internet

Protestkampagne im Internet

Begleitmusik zu regionalen Honorarverhandlungen: Die KV Hamburg hat Informationen über die finanzielle Situation von Praxen veröffentlicht.

HAMBURG (di). Hamburgs KV begleitet die regionalen Honorarverhandlungen mit einer breit angelegten Protestkampagne.

Im Mittelpunkt steht bei der Aufklärung der Bevölkerung über die Mittel für die ambulante Versorgung eine Webseite unter dem Titel www.kassen-pressen-praxen-aus.de.

Dort sind auch die wichtigsten Forderungen der Hamburger Ärzte für die laufenden Verhandlungen aufgelistet.

Hierzu gehören eine praxisbezogene Förderung von Grundversorger-Praxen, die extrabudgetäre Vergütung aller psychotherapeutischen Leistungen und aller Haus- und Heimbesuche, die vollständige Übernahme der Morbidität durch die Kassen, ein Ausgleich für die seit 2008 gestiegenen Praxiskosten und Zuschläge auf stationsersetzende Leistungen zu den Preisen aus 2008.

Jeder Hamburger Arzt kann die Aktion unterstützen, indem er ein auf der Webseite zum Download bereitgestelltes Protestplakat aufhängt oder die Patienteninformationen ausdruckt.

Durchschnittseinkommen von 5400 Euro pro Monat

Zur Aufklärung der Bevölkerung sollen auch Zahlen und Hintergrundinformationen dienen.

So ist auf der Webseite etwa die Kalkulation einer durchschnittlichen Arztpraxis mit Zahlen über alle Facharztgruppen eingestellt. Danach kommt der Arzt auf ein durchschnittliches Nettoeinkommen von rund 5400 Euro im Monat.

Den Krankenkassen werfen die Hamburger Ärzte vor, trotz hoher Rücklagen zu wenig für die ambulante Versorgung der Bevölkerung zu tun.

In bisherigen Diskussionen zum Thema wurde deutlich, dass die KV-Verantwortlichen nicht mit einem finanziellen Entgegenkommen der Krankenkassen rechnen.

Deshalb soll es wie berichtet am 7. November eine Vollversammlung aller Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten im CCH geben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »