Ärzte Zeitung, 02.05.2013

Mecklenburg-Vorpommern

Spitze des Kassenverbands soll abdanken

ROSTOCK. Die Versammlung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern fordert den Vorstand des GKV-Spitzenverbandes zum Rücktritt auf.

Die Ärzte im Nordosten werfen dem Kassenverband vor, den gesamten Berufsstand unter Generalverdacht zu stellen und mit der Aufforderung, ärztliches Fehlverhalten anonym anzuzeigen, eine Grenze überschritten zu haben. Die Kammerdelegierten empfinden dies als Denunziation.

"Damit ist jedwede Zusammenarbeit unmöglich geworden. Der Vorstand hat jeden Anspruch verwirkt, die Versicherten zu vertreten, wenn er in derart infamer Weise das Vertrauen von Patienten in ihre Ärzte untergräbt", so die Versammlung.

Alle gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, ihre Verbände und der GKV-Spitzenverband haben "Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen" eingerichtet.

Sie sollen als Ermittlungs- und Prüfungsstellen Hinweisen nachgehen, die auf Unregelmäßigkeiten oder rechts- oder zweckwidrige Nutzung von Finanzmitteln im Zusammenhang mit GKV-Aufgaben hindeuten. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

jameda muss Arztprofil löschen - Das ist die Urteilsbegründung

Urteil des Bundesgerichtshofs zum Arzt-Bewertungsportal jameda: Am Dienstag entschieden die Karsruher Richter zugunsten einer klagenden Ärztin. Ihr Profil muss gelöscht werden - die Richter schränken ihr Urteil allerdings ein. mehr »

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in Europa

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »