Ärzte Zeitung, 08.09.2014

Dryden

Kein schlechter Honorar-Abschluss

DORTMUND. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dr. Wolfgang-Axel Dryden, hat der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit Blick auf den zum Teil heftig kritisierten Honorarabschluss für das Jahr 2015 den Rücken gestärkt.

Die KBV habe nicht schlecht verhandelt, betonte Dryden am Wochenende in der Vertreterversammlung in Dortmund.

Im Vergleich mit früheren Abschlüssen lasse sich das Ergebnis sehr wohl sehen. "Die Anhebung des Orientierungspunktwertes fällt etwas höher aus als im Vorjahr, die Maßnahmen zur Stärkung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung sogar deutlich stärker", sagte er.

Als Fortschritt bewertet der KVWL-Chef unter anderem die Aufwertung der fachärztlichen Grundpauschale durch einen extrabudgetären Zuschlag sowie im hausärztlichen Bereich den Zuschlag für den Einsatz qualifizierte Praxismitarbeiterinnen wie EVA, VERAH oder Agnes.

"Der wesentliche positive Aspekt des Verhandlungsergebnisses ist, dass etwa ein Prozent des Gesamtabschlusses rein extrabudgetäres Geld ist." Das sei gerade für Westfalen-Lippe bedeutsam, weil das Geld den Mitgliedern nach Anforderung vollständig ausgezahlt werde. Das könne man wie die KBV als Einstieg in die feste Vergütung werten, meinte Dryden.

"Man darf dabei aber nicht vergessen, dass über 90 Prozent unserer Vergütungen weiterhin aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt werden, die insbesondere bei uns die behandelte Morbidität nicht abbildet." (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »