Ärzte Zeitung App, 18.12.2014

Brandenburg

Bereitschaftsdienst-Praxismodell funktioniert

Ein Jahr nach der Eröffnung ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz für die Bereitschaftsdienstpraxis in Eberswalde.

POTSDAM. Dr. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der KV Brandenburg (KVBB), zeigt sich beeindruckt: "Die Bereitschaftsdienstpraxis in Eberswalde wird von den Menschen in der Region gut angenommen, denn sie erhalten hier bei akuten Erkrankungen abends oder am Wochenende schnell und unkompliziert eine ambulante medizinische Versorgung."

Zugleich werde mit diesem Angebot der Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte entlastet, so der KV-Chef.

Etwa 67 Ärzte aus Eberswalde und Umgebung zählen derzeit zu dem Ärztepool, der die Akutversorgung von Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen in den Zeiten sicherstellt, zu denen die Arztpraxen in der Regel geschlossen sind.

Die KVBB kooperiert bei der Bereitschaftsdienstpraxis mit dem Werner Forßmann Krankenhaus Eberswalde. Die Klinik stellt die Räume und die Fachkräfte an der Anmeldung. Die Verwaltungsdirektorin des Krankenhauses, Sibylle Ludewig, verweist auf den Entlastungseffekt für die Notaufnahme der Klinik.

Dort gebe es "einen hohen Zulauf von Patienten, deren akute Erkrankungen nicht zwingend durch Krankenhausärzte in der Rettungsstelle behandelt werden müssen".

Dank der Bereitschaftspraxis in den Räumen der Rettungsstelle könne schnell entschieden werden, welcher Patient in der Rettungsstelle und welcher in der Bereitschaftspraxis von den diensthabenden Ärzten versorgt werden muss, so Ludewig.

Die Bereitschaftsdienstpraxis in Eberswalde ist mittwochs und freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet, an Wochenenden von 9 bis 20 Uhr. Im ersten Quartal 2014 versorgte die Bereitschaftsdienstpraxis 915 ambulante Patienten.

Im zweiten Quartal zählte sie 923 Fälle, im dritten Quartal rund 50 Patienten mehr (974 Fälle). Weitere Bereitschaftsdienstpraxen betreibt die KVBB in Kooperation mit Kliniken in Brandenburg (Stadt), Cottbus, Potsdam und Rüdersdorf. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »