Ärzte Zeitung, 15.01.2015

Baden-Württemberg

Pädiater warnen vor Streichung von Arztsitzen

STUTTGART. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und die Pädiatergenossenschaft PaedNetzS fürchten um die pädiatrische Versorgung in Baden-Württemberg. Der Südwesten gilt laut Bedarfsplanung als überversorgt.

Bei einer Umfrage in 16 Landkreisen habe sich bestätigt, dass die Bedarfsplanung nichts mit der Versorgungswirklichkeit zu tun habe.

Die Wartezimmer in vielen Praxen seien "brechend" voll, zugleich hätten etwa im Enzkreis oder in Pforzheim gut gehende Praxen geschlossen, ohne einen Nachfolger zu finden.

In manchen Regionen seien bis zu 40 Prozent der Pädiater über 60 Jahre alt. Es dürfe kein Arzsitz gestrichen werden, bis ein zeitgemäßer Bedarfsplan erarbeitet worden ist, fordern die Verbände. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »

Macht Kaffee impotent?

Kaffee werden günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Eine Studie hat untersucht, was das belebende Getränk für Männer – und besonders deren Potenz – bedeutet. mehr »