Ärzte Zeitung, 21.05.2015
 

Hebammen

Kassen halten sich nicht an Gesetz

NEU-ISENBURG/BERLIN. Der Deutsche Hebammenverband hat sich gegen die Darstellung des GKV-Spitzenverbandes gewehrt, die Verhandlungen derzeit zu blockieren.

"Die in einer Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes geäußerten Anschuldigungen, dass wir uns gegen einen Ausgleich für die Haftpflichtprämien stellen, ist schlicht falsch", sagt Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied und Verhandlungsführerin in einer Mitteilung ihres Verbandes.

"Wir wollen einen gesetzeskonformen Ausgleich für alle Hebammen", betont sie.

Die Vorschläge der Kassen seien eine "komplette Abkehr von der bisherigen Vergütungssystematik für Hebammen", so der Verband. Diese hätten keine gesetzliche Grundlage.

Streitpunkt zwischen Kassen und Hebammenverbänden ist unter anderem ein Ausgleich für die steigenden Prämien zur Berufshaftpflicht.

In der kommenden Woche soll weiter über die Gestaltung des Sicherstellungszuschlags gesprochen werden. (bee)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »