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Mecklenburg-Vorpommern

Masterplan gegen Adipositas

Die CDU im Nordosten hat der Adipositas den Kampf angesagt – und legt dafür einen Masterplan vor.

Veröffentlicht:

SCHWERIN. Die CDU im Nordosten drängt auf einen Masterplan für ein gesundes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesundheitspolitiker Sebastian Ehlers (Landtag) und Dietrich Monstadt (Bundestag) wollen damit dazu beitragen, Adipositas frühzeitig entgegenzuwirken.

 „Übergewicht und Adipositas sind ein mittlerweile ernstes Problem in Mecklenburg-Vorpommern“, gibt Monstadt zu bedenken. Er verweist auf eine Zunahme von Adipositas in Mecklenburg-Vorpommern und schlechte Werte im Ländervergleich. Monstadt ist in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Berichterstatter für Adipositas und Diabetes zuständig. Ehlers forderte als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Partei in der Schweriner Landtagsfraktion präventive Maßnahmen und eine bessere Versorgung.

Adipositas sollte nach ihrer Ansicht als chronische Krankheit anerkannt und die Stigmatisierung der Betroffenen beendet werden. „Adipositas nicht als chronische Krankheit anzuerkennen, wird den komplexen Faktoren, die zu Adipositas führen können, nicht gerecht“, meinen die beiden Gesundheitspolitiker.

Die Schuldzuweisung, unter der Betroffene oft litten, könnten die Erkrankung verschlimmern und mit sozialen und psychischen Problemen einhergehen. Eine Anerkennung als chronische Erkrankung erleichtert nach ihrer Auffassung spätere Abrechnungen mit den Krankenkassen.

Zu den von Monstadt und Ehlers vorgeschlagenen Maßnahmen zählen außerdem gesundheitsfördernde Kindertagesstätten, die Sensibilisierung von Lehrern für das Thema und Gesundheitsmanagement zum Gegenstand des universitären Curriculums bei Lehramtsstudierenden zu machen. Das Thema „gesunde Ernährung“ soll fester Bestandteil des Schulunterrichts werden. Zugleich will die CDU erreichen, dass die Zahl der Sportstunden an den Schulen erhöht und mehr Freude an der Bewegung vermittelt wird.

Die Politiker kündigten außerdem an, Initiativen zur Einführung einer Zuckersteuer zu unterstützen und den Verkauf von Süßigkeiten an Supermarktkassen einzuschränken. Auf Lebensmitteln sollten Kalorienangaben transparent angegeben werden – bei stark zuckerhaltigen Lebensmitteln die Anzahl der Zuckerwürfel pro Portion grafisch auf dem Etikett. (di)

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