Ärzte Zeitung, 16.11.2009

Streik von Gynäkologen in französischen Kliniken

PARIS (dpa). Ein Streik von Frauenärzten in französischen Privatkliniken hat zu Engpässen in den Geburtsabteilungen geführt. In der größten Frauenklinik in Nantes würden Ärzte aus Protest keine Entbindungen mehr vornehmen, berichtete der Sender France-Info. Die Mediziner verlangen, dass sie bei ärztlichen Fehlern mehr als zehn Jahre lang Versicherungsschutz genießen.

Der Senat diskutiert derzeit einen Gesetzentwurf, der den Versicherungsschutz auf diese Zeitspanne begrenzen soll. Bei ärztlichen Fehlern sind Klagen bis zu 28 Jahre danach möglich.

Die vom Streik betroffenen Frauen würden in andere Krankenhäuser verlegt, hieß es. Wie viele Geburten betroffen waren, war zunächst nicht bekannt. Der am Samstag begonnene Streik hat sich mittlerweile auf mehrere Städte ausgeweitet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »