Ärzte Zeitung, 20.06.2013

BÄK

Solidarität mit Ärzten in der Türkei

BERLIN. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat das Vorgehen der Polizeikräfte gegen Ärzte in der Türkei scharf kritisiert.

In einem Schreiben an den Ministerpräsidenten der Türkei, Tayyip Erdogan, bezeichnet BÄK-Präsident Prfessor Frank Ulrich Montgomery das Vorgehen als Verstoß gegen den internationalen Grundsatz der ärztlichen Neutralität, wie sie in der Genfer Konvention festgehalten ist. Ärzte seien gemäß ihrer beruflichen Grundsätze den Patienten verpflichtet, sie könnten daher nicht für die Ausübung ihres Berufes rechtlich verfolgt werden, so Montgomery.

In einem weiteren Schreiben an den Präsidenten des türkischen Ärzteverbandes "Türk Tabipleri Birligli", Dr. Eri Bilaloglu, sicherte der BÄK-Präsident den Ärzten der Türkei die volle Solidarität der deutschen Ärzteschaft zu.

"Der unangemessene Polizeieinsatz in Istanbul und anderen türkischen Städten beunruhigt viele Ärztinnen und Ärzte in Deutschland", sagte Montgomery.

Insbesondere das Vorgehen der Polizeikräfte, verletzten Demonstranten den Zugang zu medizinischer Versorgung vorzuenthalten oder medizinisches Personal, das verletzten Demonstranten zu Hilfe kommt, festzunehmen, sei aus Sicht der Bundesärztekammer völlig inakzeptabel. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Erhöhtes Krebsrisiko durch Kuhmilch und Rindfleisch?

Forscher sind krebsauslösenden Agenzien auf der Spur, die in Milch und Rindfleisch stecken. Sie sind dadurch wohl auch auf den Grund gestoßen, warum Stillen das Krebsrisiko senkt. mehr »

Homöopathie-Ausschluss für CME-Punkte?

Werden in Berlin künftig keine CME-Punkte mehr für Fortbildungsveranstaltungen zur Homöopathie vergeben? Die Diskussion darüber läuft noch. mehr »

Dort, wo die Folgekoloskopie nötig ist, erfolgt sie oft nicht

Bei der Nachsorge von Patienten nach Screening-Koloskopien besteht eine erhebliche Über- und Unterdiagnostik - je nach Adenomtyp, so Daten der KolosSal-Studie. mehr »