Ärzte Zeitung online, 06.05.2014
 

WHO

Müttersterblichkeit geht deutlich zurück

GENF. Immer weniger Frauen sterben weltweit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt.

Rund 289.000 Frauen starben demnach im Jahr 2013 vor oder kurz nach der Entbindung, wie die WHO am Dienstag mitteilte. Im Jahr 1990 kamen 523.000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ums Leben.

Besonders hoch ist die Müttersterblichkeit in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Rund ein Viertel der Todesfälle sei dabei auf bereits bestehende gesundheitliche Probleme beziehungsweise Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit, HIV oder Malaria zurückzuführen.

Eine weitere Hauptursache für Müttersterblichkeit seien starke Blutungen nach der Geburt.

Elf Länder, die 1990 noch eine hohe Müttersterblichkeit aufwiesen, hätten diese seitdem um mindestens 75 Prozent gesenkt und damit eines der Milleniumziele der Vereinten Nationen erreicht, hieß es. Dazu zählen unter anderem Eritrea und Ruanda.

Viele Entwicklungs- und Schwellenländer können das Ziel demnach aber nach derzeitigem Stand bis 2015 nicht mehr erreichen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »