Ärzte Zeitung online, 11.12.2014

Gröhe in Tokio

Gesundheitsminister beraten Ebola-Krise

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat gestern und heute an einem Treffen der Gesundheitsminister aus den G-7-Staaten in Tokio (Japan) teilgenommen. Hauptthema: die internationalen Herausforderungen, die sich aus der Ebola-Epidemie in Westafrika ergeben.

TOKIO. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat an der 15. Ministertagung der Global Health Security Initiative (GHSI) am 10. und 11. Dezember in Tokio teilgenommen, wie aus einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht.

"Entschlossenes und gemeinsames Handeln"

"Die internationale Hilfe für Westafrika im Kampf gegen Ebola darf jetzt nicht nachlassen", sagte Gröhe bei dem Treffen der Gesundheitsminister aus den G-7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA und Mexiko.

"Nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln der Staatengemeinschaft können gefährliche Krankheiten auch langfristig bekämpft werden."

Gesundheitssysteme in betroffenen Staaten stärken

Die Ebola-Epidemie in Westafrika zeige einmal mehr, wie wichtig gut funktionierende Gesundheitssysteme für die Eindämmung solcher Krankheitsausbrüche seien, sagte Gröhe laut Mitteilung weiter.

"Es muss deshalb auch darum gehen, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Staaten so zu stärken, dass sie für die Zukunft gut gerüstet sind."

Die GSHI besteht seit 2001. Ihr gehören neben den Gesundheitsministern der Länder auch Vertreter der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »