Ärzte Zeitung, 12.03.2015

EU-Parlament

Kinder besser vor sexueller Ausbeutung schützen!

STRASSBURG. Das Europäische Parlament drängt die EU-Länder dazu, mehr gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet zu tun.

"Rechtswidrige Inhalte müssen umgehend aus dem Netz genommen und den Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden", verlangten die Abgeordneten am Mittwoch in Straßburg.

Die Parlamentarier warnten in ihrem unverbindlichen Appell an die EU-Länder vor neuen Methoden der Verbreitung von Kinderpornografie über das sogenannte Darknet - ein verborgener Teil des Internets.

Dort würden anonyme Gemeinschaften eingerichtet, die praktisch nicht zurückzuverfolgen seien. Kinder würden überredet, Sex-Bilder von sich zu verschicken oder online Sex-Gespräche zu führen.

Täter drohten Kindern auch, Sex-Bilder an Freunde und Eltern zu schicken, wenn die Kinder nicht mehr weitermachen wollten.

Die EU-Parlamentarier forderten Regierungen, Lehrer, Eltern und Sozialarbeiter auf, Kinder in kindgerechter Weise zu warnen, welche Gefahren im Internet lauern.Außerdem sollten Kinder ermutigt werden, Missbrauchsfälle vermehrt zu melden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »