Ärzte Zeitung online, 20.05.2015

Psychologen warnen

Mehr Suizide in Spanien

In Spanien schlagen Psychologen Alarm: Die Zahl der Selbsttötungen im Land hat sich seit der Wirtschaftskrise fast verdreifacht.

MADRID. Experten haben auf einen Anstieg der Suizidfälle in Spanien seit Beginn der Wirtschaftskrise hingewiesen.

In den vergangenen drei Jahren sei eine Zunahme von 30 Prozent auf etwa zehn Selbsttötungen pro Tag festgestellt worden, teilte die Vereinigung "Psychologen ohne Grenzen" mit.

Die Behörden müssten mehr tun, um Suizide zu verhindern, sagte José Toribio, Präsident der spanischen Abteilung von "Psychologen ohne Grenzen", am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur efe.

Es gebe in Spanien viel zu wenige Psychologen, die in öffentlichen Krankenhäusern arbeiteten.

Es sollten nicht mehr als zehn Tage vergehen, bis ein Patient einen Termin bekomme. Die Wartezeit könne aber mehrere Monate betragen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »