Ärzte Zeitung online, 21.09.2015

Vietnam

Handel mit Bärengalle soll gestoppt werden

HANOI. Bis 2020 soll es in Vietnam keinen Handel mehr mit Bären-Galle geben. Tierschützer und der vietnamesische Verband traditioneller Mediziner einigten sich am Montag darauf, die oft in schmerzhaften Verfahren gewonnene Tier-Galle nicht mehr als Heilmittel zu verwenden.

Das Abkommen sei ein "wichtiger Schritt", um die grausamen Zustände auf Bärenfarmen zu beenden, sagte der Vorsitzende des Medizinerverbands Tran Van Ban in Hanoi. Die vietnamesische Bevölkerung solle aufgeklärt werden. Zudem würden pflanzliche Alternativen zur Bären-Galle vorgestellt, die unter anderem als Heilsalbe verwendet wird.

Animals Asia begrüßte die Vereinbarung. Die Verwendung von Bären-Galle sei in Vietnam in den vergangenen Jahren eingedämmt worden, in China hingegen sei der Handel noch legal und würde florieren.

Vietnam verbot die Herstellung im Jahr 2005. Dennoch verschrieben nach Angaben der Organisation im Jahr 2012 noch immer rund 40 Prozent der traditionellen Mediziner Bären-Galle. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Gutachter schlagen neuen Pflege-TÜV vor

Weg mit den umstrittenen Pflegenoten, ist das Ziel eines neuen Pflege-TÜVs. Im Mittelpunkt soll nicht mehr die Dokumentation stehen, sondern die Ergebnisqualität stehen. mehr »