Diagnosenverschlüsselung

Weltgesundheitsversammlung verabschiedet die ICD-11

Veröffentlicht:

GENF. Nach zwölf Jahren internationaler Entwicklungsarbeit hat die Weltgesundheitsversammlung (WHA) am vergangenen Wochenende auf ihrer Jahresversammlung die elfte Revision der „Internationalen Klassifikation der Krankheiten“ (ICD-11) verabschiedet. Sie soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten, eine flexible Übergangszeit von fünf Jahren ist für die Zeit danach vorgesehen.

Im Vergleich zur ICD-10 gilt ihre elfte Revision nach Angaben des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) als „strukturell wesentlich flexibler“. Mit der Neufassung reagiert die WHA auf die Anforderungen digitalisierter Gesundheitssysteme.

Neu sind, neben der Erweiterung des WHO-Krankheitenkatalogs, die technische Struktur der ICD-11 sowie die Zusammenführung aller Informationen in einer umfassenden Datenbasis. Aus ihr lassen sich anwendungsspezifische Fassungen ableiten.

Weitere Neuerung sind digitale Tools und Plattformen. Ander als in der ICD-10, werden mit der ICD-11 wenige Basisschlüssel durch jeweils zusätzliche Diagnoseschlüssel spezifiziert.

Wie die ICD-11 künftig in Deutschland zur Mortalitäts- und Morbiditätsverschlüssung eingesetzt wird, ist noch Gegenstand von Beratungen, an denen sich Organisationen des Gesundheitswesens beteiligen.

Wegen des vielfältigen Einsatzes der ICD-10-GM sei zu evaluieren, wie sich ein Umstieg auswirke und welche Anforderungen an eine deutsche Fassung der ICD-11 bestehen, erklärt das DIMDI. (mu)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?

Atemwegserreger

RKI: RSV-Welle deutet sich an

Lesetipps