Ärzte Zeitung online, 17.09.2017

Vor der Wahl

Grüne: Mehr Patientenrechte

BERLIN. Die kommende Bundesregierung muss aus Sicht der Grünen Patientenrechte und Patientensicherheit deutlich stärken. Opfer von Behandlungsfehlern sollten leichter Entschädigungen erhalten. Zudem müssten Strukturen zur Fehlervermeidung flächendeckend eingeführt werden, so die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Maria Klein-Schmeink zum Tag der Patientensicherheit am vergangenen Sonntag. Dazu gehören ein leichterer Zugang zu Patienteninformationen und eine unabhängige Beratung bei Problemen mit Ärzten oder Krankenkassen.

Weiter sagte Klein-Schmeink, Patientenorganisationen müssten stärker an Entscheidungen in der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen beteiligt werden. Eine elektronische Patientenakte gehöre in die Hände der Patienten, nur sie sollten entscheiden, wer was über ihre Gesundheit wissen solle.

Die Grünen schlagen auch eine unabhängige Stiftung vor, die weder von Politik, Krankenkassen noch Pharmaunternehmen beeinflusst werden solle. Die Stiftung solle unter anderem die Orientierung der Patienten in der Gesundheitsversorgung erleichtern.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Resistenzen behindern Kampf gegen Tuberkulose

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten – ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Medi24 drängt kostenlos in den Markt

Ein großer schweizer Anbieter telefonischer Arztkontakte lockt zur Markteinführung mit einem besonderen Angebot: Patienten sollen kostenfrei via Telefon medizinischen Rat erhalten. mehr »

Bluttest auf Brustkrebs keine Revolution

Ein Bluttest auf Brustkrebs komme noch dieses Jahr auf den Markt, verkündete vor kurzem die Uniklinik Heidelberg – und erntete heftige Kritik. Nun rudert sie zurück. mehr »