Ärzte Zeitung online, 20.04.2017

Bayern

Flüchtlinge: Abrechnung für Ärzte schlanker

MÜNCHEN. Die Rahmenvereinbarung Asyl soll die medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Bayern vereinfachen. Sie ist von der KV Bayerns und den kommunalen Spitzenverbänden (Städte- und Landkreistag) ausgearbeitet worden und gilt seit Anfang April.

Wenn sie Asylbewerber behandeln, können Ärzte eine Mehraufwandspauschale von 18,65 Euro pro Patient abrechnen. Zudem wurden die bürokratischen Anforderungen vereinfacht. Es wurde ein Standard für einheitliche Behandlungsscheine festgelegt. Diese sind zudem nicht mehr in jedem einzelnen Fall zwingend erforderlich, damit ein Arzt behandeln kann. Wenn etwa ein Patient eine Überweisung zum Facharzt bekommt, muss er sich nicht mehr eigens einen neuen Behandlungsschein beim Sozialamt holen.

Geht es um ein eiliges medizinisches Problem, reicht es außerdem, wenn der Arzt dem Kostenträger die Behandlung nachträglich schriftlich anzeigt. Für mögliche Berichtigungsanträge von Kostenträgern soll eine Bagatellgrenze von 50 Euro gelten.

Es wurde ferner festgelegt, dass die Kostenträger in Bayern die Zuständigkeit kostenträgerintern regeln. Dadurch wollen die Verantwortlichen vermeiden, dass Träger Berichtigungsanträge wegen Unzuständigkeit stellen.(cmb)

Topics
Schlagworte
Flüchtlinge (529)
Bayern (928)
Organisationen
KV Bayern (972)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »