Ärzte Zeitung online, 23.10.2017

Innovationsfonds

26 Projekte erhalten Zuschlag

Innovationsausschuss wählt neue Projekte aus und beschließt neue Förderschwerpunkte.

BERLIN. Der Innovationsausschuss hat die Förderung weiterer 26 Projekte zu neuen Versorgungsformen beschlossen. Insgesamt waren innerhalb der gesetzten Frist nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) 69 Anträge eingegangen. Begutachtet und bewertet wurden 62 formal korrekt gestellte Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von 249 Millionen Euro. Die Antragsteller werden nun schriftlich informiert. Erst wenn die verbindliche Rückmeldefrist abgelaufen ist und die Förderbescheide erstellt wurden, wird eine Liste der ausgewählten Projekte auf der Internetseite des Innovationsausschusses abrufbar sein. Welche Projekte der Versorgungsforschung gefördert werden, darüber entscheidet der Innovationsausschuss laut GBA Anfang November. "Unser Ziel ist die Förderung möglichst vieler erfolgsversprechender Anträge. Die große Differenz zwischen der beantragten Fördersumme und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln machte jedoch die Auswahl nicht einfach", kommentiert der Vorsitzende des Innovationsausschusses Josef Hecken das Ergebnis. Für die Jahre 2016 bis 2019 kann der Ausschuss jeweils 300 Millionen Euro verteilen. 75 Prozent der Mittel sollen in Projekte zu neuen Versorgungsformen fließen, die restlichen 25 Prozent in die Versorgungsforschung.

Darüber hinaus hat der Innovationsausschuss die Förderschwerpunkte für die nächste Runde festgelegt.

Dazu gehören bei den neuen Versorgungsformen unter anderem:

  • Sozialleistungsträgerübergreifende Versorgungsmodelle
  • Krankheitsübergreifende Versorgungsmodelle
  • Versorgungsmodelle für spezifische Krankheiten/Krankheitsgruppen
  • Versorgungsmodelle für vulnerable Gruppen
  • Modelle zur Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen und -prozessen
  • Schwerpunkte in der Versorgungsforschung sind unter anderem:

  • Besondere Versorgungssituationen
  • Patientensicherheit, Qualitätssicherung und -förderung
  • Messung der Ergebnisqualität
  • Förderanträge für neue Versorgungsformen können bis zum 20. März 2018, für die Versorgungsforschung bis zum 20. Februar 2018 beim Projektträger DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) eingereicht werden. (chb)

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