Ärzte Zeitung, 28.07.2009

AOK hält Curaplan bei Herzkranken für einen Erfolg

BAD HOMBURG(ine). Die AOK Hessen ist mit ihrem Behandlungsprogramm Curaplan zufrieden. Eine Studie hat ergeben, dass die in das Programm eingeschriebenen Patienten, die an einer Koronaren Herzkrankheit leiden, gesünder leben und weniger Herzinfarkte haben.

Für die Studie waren Daten von mehr als 50 000 Versicherten aus den Jahren 2004 bis 2007 ausgewertet worden. "Besonders auffällig sind Erfolge von Curaplan im Bereich herzbedingter Brustschmerzen und des Herzinfarkts", erläutert AOK-Mitarbeiterin und Ärztin Dr. Angela Smith.

So sei die Zahl der Patienten, die keinerlei Angina-Pectoris-Symptome aufwiesen von 37,8 Prozent im Jahr 2004 auf 59,5 Prozent im Jahr 2007 gestiegen. Statt 18 Prozent litten nur noch drei Prozent unter einer Herzmuskelschwäche, die Rate der Herzinfarkte sei um 80 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis beigetragen haben dürfte, dass die Zahl der Raucher um 45 Prozent gesenkt wurde. "Die Ärzte leisten erfolgreiche Arbeit", lobt Smith. Die enge Verzahnung von ambulantem und stationärem Bereich - in Hessen arbeiten 3200 niedergelassene Ärzte und 23 Kliniken zusammen - ist ein Schwerpunkt des DMP.

Curaplan-Programme gibt es außerdem für Patienten mit Asthma, COPD, Brustkrebs und Diabetes. Auch vom Diabetes-Programm würden die Patienten bei Curaplan profitieren, hatte die Kasse kürzlich berichtet (wir berichteten).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »