Ärzte Zeitung, 19.01.2010

GEK-Versicherte im Hausarztvertrag haben Bestandschutz

KÖLN (iss). Die Fusion von Barmer und GEK bringt nach Einschätzung der neuen Barmer GEK den Versicherten beider Kassen unterm Strich mehr Vor- als Nachteile. Berichte von Verbraucherschützern, dass die ehemaligen Barmer-Versicherten eher profitieren, während die GEK-Kunden Nachteile hinnehmen müssen, hält die Kasse für zu pauschal.

In ihrem Online-Portal test.de führt die Stiftung Warentest auf, was sich durch die Fusion bei den Satzungsleistungen geändert hat. Danach stellen sich GEK-Versicherte etwa bei der häuslichen Krankenpflege, dem Hautkrebs-Screening und Reiseimpfungen schlechter.

Anders als die Barmer hatte die GEK ihren Versicherten bis zuletzt ein Angebot zur hausarztzentrierten Versorgung gemacht. Wer bereits eingeschrieben war, genießt Bestandsschutz, Neueinschreibungen sind nicht mehr möglich. Die Barmer GEK wird zunächst die Schiedsamtentscheidungen zu den Verträgen nach Paragraf 73b abwarten, sagt Sprecher Thorsten Jakob.

Bei der Entscheidung, welche Zusatzleistungen den Versicherten der größten Kasse künftig angeboten werden, sei es vordringlich darum gegangen, von welchen Angeboten eine größtmögliche Zahl von Versicherten einen Nutzen habe. Auch die Versicherten der GEK stünden künftig in einigen Bereichen besser da als vorher, sagt Jakob. "Sie profitieren jetzt vom bundesweiten Servicenetz der Barmer und Angeboten wie der Beratung durch speziell geschulte Zahn- und Präventionsexperten."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »