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Bayern: Auszeichnung für vier innovative Gesundheitsprojekte

Bayerische Landesbank vergibt Preise unter anderem an Initiativen, die sich für eine bessere Akutversorgung bei Herzinfarkt und Schlaganfall einsetzen.

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MÜNCHEN (sto). Die BayernLB hat nach zweijähriger Pause wieder mehrere innovative Projekte im Gesundheitswesen mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 25.000 Euro ausgezeichnet.

Mit dem "Deutschen Innovationspreis im Gesundheitspreis" wurden in diesem Jahr das Projekt INVADE im Landkreis Ebersberg, das Klinikum Augsburg mit dem Projekt VITA und das Weidener Herzinfarktnetz WHIN gewürdigt. Der Sonderpreis ging an das Projekt "discovering hands" zur Prävention gegen Brustkrebs.

Schlaganfällen vorbeugen - gemeinsam mit Hausärzten

 Ziel von INVADE - die Abkürzung steht für Interventionsprojekt zerebrovaskuläre Erkrankungen und Demenzen im Landkreis Ebersberg - ist die Vorbeugung von Schlaganfällen und damit die Verminderung von Pflegebedürftigkeit bei älteren Patienten.

Partner des Projektes sind über 60 Hausarztpraxen, niedergelassene Neurologen und Internisten, die Kreisklinik Ebersberg, die Kliniken der TU München und die AOK Bayern.

Geriatrie und Chirurgie gemeinsam gegen Komplikationen

Das Projekt VITA am Klinikum Augsburg integriert für ältere Patienten, die beispielsweise einen Knochenbruch erlitten haben, ein umfassendes geriatrisches Gesundheitsmanagement in eine unfallchirurgische Akutstation.

Ziel ist eine interdisziplinäre Behandlung aus geriatrischer und chirurgischer Sicht, um so Komplikationen vorzubeugen. Auf diese Weise könne die sonst oft übliche Pflegebedürftigkeit bei alterstraumatologischen Patienten deutlich reduziert werden, hieß es.

Telemedizin zur Nachsorge bei Herzinfarkt-Patienten

Das Weidener Herzinfarktnetz WHIN unter Leitung von Professor Robert Schwinger soll durch den Einsatz modernster technischer Mittel eine deutliche Verbesserung der Herzinfarktnotversorgung in der Region Nordoberpfalz bewirken.

Durch die Nutzung einer telemedizinischen Anbindung des Notarztes mit dem kardiologischen Interventionszentrum sowie durch Weiterleitung des EKGs auf das Smartphone des diensthabenden kardiologischen Oberarztes werde eine schnellere leitliniengerechte Versorgung von Herzinfarktpatienten erreicht.

Einen Sonderpreis bekam das Projekt "discovering hands", eine Präventionsmaßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. Blinde Frauen werden nach der von "discovering hands" entwickelten Methode zu spezialisierten, medizinischen Brusttastuntersucherinnen ausgebildet.

In der Ausbildung lernen sie, Veränderungen und Abweichungen im Brustgewebe zu ertasten und genau zu lokalisieren. Ideengeber und Projektleiter ist der niedergelassene Gynäkologe Dr. Frank Hoffmann aus Duisburg. Mit dem Projekt werde darüber hinaus auch die Eingliederung blinder Frauen in das Arbeitsleben gefördert, hieß es.

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