Ärzte Zeitung, 03.11.2011

BKK-System giftet gegen die AOK

BERLIN (fst). Nach dem Aus für die BKK für Heilberufe sind die Krankenkassen bemüht, ein Szenario wie nach der Pleite der City BKK zu verhindern.

BKK-System giftet gegen die AOK

BKK-System trägt alleine die Kosten für die Schließung für die Heilberufe-BKK.

© Rüdiger Wölk / imago

Ironisch kommentierte der Chef des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann: "Ich bin dankbar, dass es inzwischen einen Wettbewerb gibt, wer die Versicherten der BKK für Heilberufe am herzlichsten Willkommen heißt", sagte er bei einer Veranstaltung der KV Hessen am Mittwoch in Frankfurt/Main.

Graalmann hatte zuvor heftige Reaktionen für den Vorwurf geerntet, Versorgerkassen wie die AOK müssten "Aufräumarbeiten" für Fehler im BKK-System leisten.

BKK-System kostet das Aus der BKK für Heilberufe 53 Millionen Euro

Hier profiliere sich eine Kassenart, die den Versicherten der City BKK "als erste die Tür gewiesen hat", giftete Raimund Nossek zurück, Vize-Vorstand des BKK Landesverbands Mitte.

Er verwies darauf, dass alleine das BKK-System die Kosten für die Schließung der Heilberufe-BKK trage. Die Folgekosten für das BKK-System werden auf 53 Millionen Euro taxiert.

Leistungen werden bis zum Schließungstag bezahlt

Der BKK-Bundesverband erklärte, auch nach der Schließung der Kasse würden die Rechnungen für die bis zum Schließungstag erbrachten Leistungen bezahlt. Ärzte dürften ab dem 1. Januar 2012 Versicherungskarten der BKK für Heilberufe grundsätzlich nicht mehr akzeptieren.

Der Bundesverband verwies auf den Grundsatz, dass die Vergütung einer Leistung von derjenigen Kasse erfolgt, in der ein Patient zum Zeitpunkt der Leistungserbringung versichert ist.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »