Ärzte Zeitung, 26.02.2014

Krankenkassen

IKK Südwest erhält neue Doppelspitze

Der Ex-Kassenschef der IKK Südwest wurde zu Recht geschasst - jetzt hat der Verwaltungsrat einen neuen Vorstand eingesetzt.

SAARBRÜCKEN. Nach der Amtsenthebung des bisherigen Vorstands bekommt die IKK Südwest eine Doppelspitze. Der Verwaltungsrat der Krankenkasse berief am Montag Roland Engehausen und Dr. Jörg Loth für die nächsten sechs Jahre zu gleichberechtigten Vorständen.

Kurz zuvor hatte das Sozialgericht für das Saarland im Hauptverfahren die Rechtmäßigkeit der Amtsenthebung des Ex-Vorstands Frank Spaniol bestätigt.

Spaniol war im Mai vergangenen Jahres fristlos gekündigt worden, nachdem Überweisungen aus der IKK-Kasse auf sein Privatkonto festgestellt wurden. Er selbst sprach von einem Arbeitgeberdarlehen, nachdem er durch riskante Börsengeschäfte in eine finanzielle Notlage geraten sei.

Beim neuen Vorstand hat der Verwaltungsrat nach eigenen Angaben auf eine Besetzung durch eine erfahrene Führungskraft aus dem eigenen Unternehmen und einem externen Fachmann gesetzt. Der 46-jährige Wirtschaftswissenschaftler Loth arbeitet bereits seit 17 Jahren bei der IKK Südwest und war zuletzt Geschäftsführer.

Sein zwei Jahre jüngerer Kollege Engehausen hat Krankenversicherungsmanagement und Marketing studiert. Er ist derzeit in leitender Funktion bei der Siemens-Betriebskrankenkasse in München tätig und wird im Sommer in den Südwesten wechseln.

Die IKK beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter und betreut über 690.000 Versicherte in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. (kud)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17793)
Organisationen
IKK (884)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »