Ärzte Zeitung, 05.07.2016

Mehr Leistungen, bessere Vergütungen

IKK classic setzt HzV-Vertrag mit Verband fort

DRESDEN/BERLIN. Der Deutsche Hausärzteverband und die IKK classic (3,5 Millionen Versicherte) haben ihren seit 2010 laufenden Hausarztvertrag überarbeitet. Seit Anfang Juli können auch Ärzte und Versicherte aus Bremen und Schleswig-Holstein an der Vereinbarung teilnehmen.

Gegenwärtig sind nach Angaben der Vertragspartner rund 10.000 Ärzte und 250.000 IKK classic-Versicherte eingeschrieben.

Hausärzte können mehr abrechnen

Hausärzte können seit Juli mehrere Leistungen neu abrechnen oder die Leistung wird besser vergütet.

Aufgenommen wurde der Zuschlag für multimorbide Patienten (P4), der mit 15 Euro pro Quartal abgerechnet werden kann. Die Vertreterpauschale wurde von 17,50 auf 20 Euro pro Quartal angehoben.

Kann der betreuende Hausarzt eine bestimmte Leistung nicht selbst erbringen, kann er den Patienten per Zielauftrag an einen anderen Arzt überweisen. Dafür erhält er inklusive der Befundübermittlung seit Juli 20 Euro statt bisher 17,50 Euro.

Neuer Zuschlag für Palliativbehandlung

Neu hinzugekommen ist auch ein Zuschlag für die Palliativbehandlung von 145 Euro pro Quartal.

Mit den Anpassungen werde man den Veränderungen gerecht, die durch die demografische Entwicklung vorgezeichnet sind, heißt es. Der Check-up-Zuschlag, für den es bisher 35 Euro je Leistung gab, ist umgewandelt worden in einen Aufschlag auf die Pauschale P1 in Höhe von sechs Euro. Der neue HzV-Vertrag hat eine Laufzeit bis Juli 2020. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »