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TK-Auswertung

Weniger Jugendliche nutzen J1-Untersuchung

Veröffentlicht:

HAMBURG. Die J1-Vorsorgeuntersuchung für 12- bis 14-Jährige (vom 12. Geburtstag bis zum vollendeten 15. Lebensjahr) wird nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) immer weniger genutzt.

Gingen 2014 noch 66 Prozent der bei der Kasse versicherten Jugendlichen dafür zum Arzt, waren es 2017 nur noch 59 Prozent, teilt die TK mit.

Die Jugendgesundheitsuntersuchung J1 wird von den gesetzlichen Kassen bezahlt und schließt an die U-Untersuchungen an, die innerhalb der ersten sechs Lebensjahre für Kinder vorgesehen sind.

Die Bestandteile der J1 nach der Früherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) sind folgende:

»Anamnese,

»Körperliche Untersuchung,

»Beratung zu Fragen der körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklung,

»Kontrolle des Impfstatus.

Die Jugendgesundheitsuntersuchung wird dabei ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis honoriert. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Für die Abrechnung steht im EBM die Gebührenordnungsposition (GOP) 01720 zur Verfügung, die mit 356 Punkten bewertet ist.

Die GOP darf von allen zugelassenen Kinder- und Jugendärzten, Allgemeinmedizinern, Hausarztinternisten und praktisch tätigen Ärzten abgerechnet werden, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die auch Flyer für Arztpraxen zur Verfügung stellt.

"Es ist sehr sinnvoll, diese Untersuchung wahrzunehmen, da so frühzeitig mögliche Pubertätsprobleme erkannt und behandelt werden können", sagt TK-Experte Mathias Brunner.

Grundlage der TK-Auswertung waren Daten von Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren, die bei der TK versichert sind – 84.000 im Jahr 2014 und 87.000 im Jahr 2017. (dpa/ato)

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