Bürger sind bei Organspenden verunsichert

MAINZ (fuh). Die Zahl der Organspenden in Deutschland geht auch deshalb deutlich zurück, weil zunehmend Angehörige von Patienten mit geeigneten Organen die Spende verweigern.

Veröffentlicht:

Bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wird vermutet, dass Medien-Berichte über illegale Organspenden und eine angebliche Bevorzugung von Privatpatienten bei Transplantationen den Negativ-Trend forciert haben könnten.

Wie jetzt bei einem DSO-Treffen in Mainz deutlich wurde, beobachtet die Organisation darüber hinaus, dass deutlich weniger potenzielle Spender von Intensivstationen an die DSO-Koordinierungsstelle gemeldet werden. Als Ursache wird vermutet, dass viele Kliniken unter einem starken Kostendruck stehen und die Sensibilisierung für Organspenden unter dieser Entwicklung leidet.

In Deutschland gibt es rund 12 000 schwer kranke Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. Insgesamt 586 Menschen haben bis Ende Juni 2008 nach ihrem Tod Organe gespendet. Das sind 81 Spender weniger im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings sind einer Umfrage zufolge 68 Prozent der Deutschen prinzipiell zur Spende bereit. In Rheinland-Pfalz hat Gesundheitsministerin Malu Dreyer eine Tour in einzelnen Krankenhäusern begonnen. Sie will nach Gründen forschen, warum diese Häuser sich nicht an Spenden beteiligen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Zahl der Organspender sinkt, die Ursachen sind unklar

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen