Ärzte Zeitung, 09.01.2009

Gießen koordiniert Gewebespende

Einrichtung soll Verfügbarkeit von Gewebe erhöhen

GIEßEN (ine). An der Universitätsklinik Gießen ist eine Homograftbank gegründet worden. In der Gewebebank sollen Herzklappen, Arterien, Venen, Perikard und Nabelschnüre gelagert werden. Zudem soll von Gießen aus auch die Entnahme von Geweben wie Herzklappen und Gefäßen hessenweit koordiniert werden.

Nach dem im Jahr 2007 erlassenen Gewebegesetz sind die Kliniken für Gewebespenden selbst verantwortlich. Nach einer Mitteilung des Sozialministeriums in Wiesbaden erweist sich die Umsetzung in der Praxis oftmals als schwierig. Die neue Gewebebank soll die Verfügbarkeit von Geweben erhöhen.

Bislang konnten viele Kliniken Herzklappen und andere Gewebe nur in den Niederlanden erhalten, was mit einem hohen Transport- und Kostenaufwand verbunden war. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation soll zudem den kurzfristigen Zugang zu Geweben im gesamten Bundesgebiet sichern.

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