TV-Bericht

Spahn kündigt Organspende-Gesetzentwurf für Herbst an

Veröffentlicht:

MAINZ. Für die im internationalen Vergleich relativ geringe Zahl an Organspenden macht das Bundesgesundheitsministerium (BMG) Krankenhäuser mitverantwortlich. Das geht aus einem Statement des Ministeriums gegenüber dem Fernsehmagazin "Report Mainz" hervor.

"Die rückläufigen Spenderzahlen werden unter anderem auf wechselseitige, strukturelle und organisatorische Schwachstellen sowie auf Arbeitsverdichtungen im klinischen Alltag in den Entnahmekrankenhäusern zurückgeführt", heißt es in der Stellungnahme.

Auch werde die Organentnahme nicht ausreichend vergütet. Zudem käme den Transplantationsbeauftragten eine Schlüsselrolle zu. Das BMG kündigte für den Herbst einen Gesetzentwurf an, mit dem das Organspende- und Transplantationswesen deutlich verbessert werden solle.

Erst kürzlich hatte eine große Datenanalyse gezeigt, dass es in Deutschland nicht an der Spendenbereitschaft mangele, sondern ein Erkennungs- und Meldedefizit an den Kliniken das große Problem sei.

So ergab die Studie von Wissenschaftlern der Uniklinik Schleswig-Holstein, dass sich zwischen 2010 bis 2015 die Anzahl der möglichen Organspender um 13,9 Prozent erhöht hat. Die Anzahl der organspendebezogenen Kontakte von Kliniken zur Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) im gleichen Zeitraum aber um 18,7 Prozent zurückgegangen ist. Die Anzahl der realisierten Organspenden ist sogar um 32,3 Prozent gesunken. (eb/chb)

Mehr zum Thema

Gesetzesinitiative geplant

Organspendezahlen in Baden-Württemberg stagnieren

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird

Risikoanalyse

Komplikation nach Hernien-Operation: Wer ist gefährdet?

Lesetipps
Mehrkosten für die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung seien Investition in den Erhalt der Praxen, betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. 

© Michael Kappeler / dpa

Kabinett winkt GVSG durch

Lauterbach macht Hausarztpraxen Mut: „Jede Leistung wird bezahlt“

Brücke zwischen zwei Steilklippen. Auf der Brücke stehen zwei Menschen.

© Usman / stock.adobe.com

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Heiße Nächte können nicht nur nervig sein. Sie gehen auch mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle einher, so das Ergebnis einer Studie aus München und Augsburg.

© samuel / stock.adobe.com

Studie mit Daten zu 11.000 Schlaganfällen

Tropische Nächte sind offenbar ein Risikofaktor für Schlaganfälle