Ärzte Zeitung, 28.07.2010

Verband fordert "klare" Definition des Berufsbilds Pflege

BERLIN (hom). Die Ankündigung der Bundesregierung, bis März nächsten Jahres Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz für Pflegeberufe erarbeiten zu wollen, ist bei Pflegeverbänden auf ein grundsätzlich positives Echo gestoßen. "Die Sensibilität der Regierung bezüglich der künftigen pflegerischen Ausbildung ist begrüßenswert", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands, Rolf Höfert, der "Ärzte Zeitung".

Gleichzeitig werde aber "die Notwendigkeit eines wirklichen Berufsgesetzes für Pflegeberufe ausgeblendet", kritisierte Höfert, der auch im Mitglied im Pflegerat ist. Vor der Bildungsreform müsse das Berufsbild Pflege mit all seinen Aufgaben und Kompetenzen gesetzlich "klar" definiert werden. Ein interdisziplinäres Zusammenwirken im Gesundheitswesen könne nur reibungsarm funktionieren, wenn die Kompetenzen der Beteiligten klar zugeteilt seien.

Union und FDP wollen laut Koalitionsvertrag ein neues Gesetz für Pflegeberufe auf den Weg bringen. Dazu soll eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe Anfang 2011 Vorschläge unterbreiten.

Topics
Schlagworte
Pflege (4780)
Personen
Rolf Höfert (55)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

Konsequente Strategie gegen Diabetes

Angesichts der epidemischen Zunahme von Diabetes-Patienten in Deutschland, muss die nächste Bundesregierung unbedingt den Nationalen Diabetesplan umsetzen. mehr »