Ärzte Zeitung, 30.01.2012

Hamburg prüft Pflegeeltern strenger

HAMBURG (dpa). Als Konsequenz aus dem Methadon-Tod einer Elfjährigen hat Hamburg am Montag neue Regeln für die Vermittlung von Kindern in Pflegefamilien angeordnet.

Bevor die Bezirke eine Pflegefamilie auswählen, müssen die Pflegeeltern und alle im Haushalt Lebenden künftig ein Führungszeugnis und einen Drogentest vorlegen. Zudem werden nach Angaben der Behörde alle 1300 Hamburger Pflegefamilien bis zum 15. Februar überprüft.

Die elfjährige Chantal starb am 16. Januar an einer Vergiftung mit der Heroin-Ersatzdroge Methadon. Das Kind lebte bei Pflegeeltern. Beide sind drogenabhängig und in einem Methadon-Programm.

Topics
Schlagworte
Pflege (4801)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4420)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »