Ärzte Zeitung, 08.09.2015

Studie

Gesundheitsempfinden beeinflusst Pflegerisiko

BERLIN. Pflegebedürftigkeit ist nicht nur Schicksal: Menschen, die ihre eigenen Ressourcen und Risiken gezielt beeinflussen, können die Entstehung von Pflegebedarf verzögern, mindern oder sogar vermeiden.

Das geht aus einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité hervor.

Das subjektive Gesundheitsempfinden der Probanden bei der Entstehung von Pflegebedarf sei zentral: Ältere Menschen, die ihre Gesundheit als schlecht einschätzen, hätten ein knapp vierfach höheres Pflegerisiko als Altersgenossen, die sie als gut einschätzen.

Die Autoren folgern, die gesundheitsfördernden Elemente in der Pflege müssten stärker als bisher genutzt werden. (fst)

Topics
Schlagworte
Pflege (4897)
Organisationen
Charité Berlin (3064)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »