Ärzte Zeitung online, 01.10.2015

Pflegebranche

Mindestlohn tritt in Kraft

Seit Anfang 2015 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindeststundenlohn - ab diesem Donnerstag auch in der Pflege. Doch dieser ist keinesfalls unumstritten.

BERLIN. In der Pflegebranche gilt ab diesem Donnerstag ein bundesweiter Mindestlohn. Pflegekräfte bekommen nun pro Stunde 9,40 Euro im Westen und 8,65 Euro im Osten.

Dieser Satz steigt bis Januar 2017 in zwei Stufen auf 10,20 Euro im Westen und 9,50 Euro im Osten.

Der Mindestlohn in der Pflege ist nicht unumstritten: "Der gesetzliche Mindestlohn stellt viele Familien vor erhebliche finanzielle Schwierigkeiten", kritisierte Hubertus Pellengah, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Anderen hingegen geht der neu eingeführte Pflegemindestlohn noch nicht weit genug.

Darüber hinaus tritt der Mindestlohn ab Oktober auch für die Abfallwirtschaft in Kraft: Die 180.000 Beschäftigten bei Straßenreinigung, Entsorgern und Winterdiensten bekommen zunächst 8,94 Euro pro Zeitstunde, ab Jahresbeginn 2016 dann 9,10 Euro.

In Deutschland gilt seit Anfang 2015 der gesetzliche Mindeststundenlohn von 8,50 Euro brutto. (dpa)

Lesen Sie dazu auch:
Pro und Contra: Mindestlohn in der Pflege - ja oder nein?

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